Ronnys Erfolgsgeschichte

Am 02.03.2017 fand die erste Therapeutische Sitzung mit Ronny statt. Die Erstbefundung stellte mich vor eine große logopädische Herausforderung. Vor mir saß ein junger Mann (38 Jahre), bei dem sich eine schwerste Schluckstörung (Wallenbergsyndrom) nach Plexuspapillomresektion darstellte. Er war mit einer geblockten Trachealkanüle versorgt. Die Entblockung und Versorgung mit dem Sprechventil bereiteten ihm massive Probleme und lösten extremen Husten- und Würgereiz aus. Die Entwöhnung von der Trachealkanüle und die Oralisierung in der Rehaklinik erwiesen sich als frustran und waren geprägt von zahlreichen Komplikationen und Rückschlägen. Seine Ziele formulierte Ronny im ersten Gespräch sehr konkret.

„Ich möchte wieder essen! Ich möchte wieder zuhause in meiner Wohnung leben. Mein Lieblingsessen ist Hamburger ohne Ketchup und Pommes. Ich möchte wieder Kaffee trinken können.“

Die Ziele waren klar, der Weg dorthin für alle Beteiligten eine Herausforderung.

Für mich bedeutete dies, wenn wir es schaffen wollen, diesem jungen Mann zu mehr Lebensqualität und dem Erreichen seiner Ziele zu verhelfen, dann brauchen wir einen ausgeklügelten Fahrplan und ein ausgebildetes, motiviertes Team.

Die Kollegen aus der Pflege, die beiden Ärzte Frau OA Dr. Blümel und OA Dr. Wendt waren bereit und motiviert die Verantwortung mit mir gemeinsam zu tragen und im interdisziplinären Austausch diese Herausforderung anzunehmen. Schnell konnten wir kleine Erfolge erreichen. Wir suchten nach einer geeigneten Trachealkanüle um den Würgereiz gering zu halten, erarbeiteten ein Übungsprogramm für Zungenkraft und Mobilität mittels eines Feedbackgerätes (IOPI) und konnten die Sprechventilzeiten schnell auf mehrere Stunden am Tag ausdehnen.

Am 19.04.17 gelang uns ein weiterer Meilenstein, Ronny konnte wenige Löffel Kartoffelbrei schlucken.

Die erste Tasse Kaffee trank Ronny am 17.05.2017. Das Strahlen in seinem Gesicht war für uns alle berührend und einzigartig.

Schon einen guten Monat später, im Juni 2017, war unser aller bedeutende Tag gekommen. Ronnys engagierte Mutter, die viele unserer Therapien begleitete, brachte Big Mac und Pommes mit in die Therapie.

Dieser grandiose Moment musste auf einem Foto (siehe oben) festgehalten werden.

Das Ende unserer gemeinsamen Arbeit ist noch nicht in Sicht. Wir alle haben eine Vision und arbeiten mit Herzblut Hand in Hand. Ronnys nächstes Ziel konnten wir gemeinsam formulieren.

„Die Trachealkanüle muss raus und zur Feier dieses Tages veranstalten wir eine Grillparty im Garten bei Medis Intensivpflege.“

Wir haben unseren Auftrag erkannt und werden nicht aufgeben.

Ein großer Dank gebührt den engagierten Kollegen aus der Pflege, die unermüdlich Fragen stellen, hospitieren und auf die ich mich verlassen kann, sowie den beiden tollen Ärzten, die jede meiner Entscheidungen mitgetragen haben und mir großes Vertrauen entgegengebracht haben.

Anne Hühnlein, Logopädin

Ronny’s Aufenthalt in der MEDIS Intensivpflege

Wir, die Eltern von Ronny Schöpflin, sind sehr froh, eine solche Unterkunft zur Intensivpflege für unseren Sohn (39 Jahre alt, seit einer schweren Kopfoperation Dysphagiepatient, Ernährung über Magensonde) gefunden zu haben. 

Die sehr gepflegte familiär geführte Einrichtung mit einem großen Gemeinschaftsraum und einer schönen Terrasse liegt total im Grünen. Alle Bewohner können diese Gegebenheiten auf ihre Art und Weise nutzen, was der Gesundheit nur förderlich sein kann.

Das wechselnde Pflegeteam ist kompetent, immer freundlich, entgegenkommend und handelt verantwortungsbewusst Hand in Hand.

Die MEDIS-Leitung zeigt sich stets präsent, sieht nach dem Rechten und hat guten Kontakt zu ihren Pflegern, den Patienten und deren Angehörigen. Über Neuheiten in der Einrichtung und Maßnahmen am Patienten wird regelmäßig gesprochen und informiert. Sie übernimmt sogar selbst Dienste in der Pflege (z.B. Nachtdienst).

Ärzte und Therapeuten kommen regelmäßig zu den Patienten und arbeiten sehr intensiv mit ihnen. Auch für Dienstleistungen, die das Wohlbefinden steigern (Friseur, Fußpflege, ...), wird gesorgt.

So konnte Ronny erstmalig nach ca. vier Monaten (vorher Krankenhaus, Reha Grünheide) sichtbare Erfolge in seiner körperlichen Stabilität und (von Ärzten der Reha bereits aufgegeben) auch in der Wiedererlangung seines Schluckvermögens und seiner Stimme erzielen. Hier gilt der Logopädin, Frau Hühnlein, unser besonderer Dank. Mit Hilfe ihres Wissens, ihrer Erfahrung, ihrer Geduld und verständnisvollen Umgangsweise hat sie es geschafft, dass Ronny inzwischen unter Aufsicht auf normalem Wege nahezu alles trinken und zunehmend vielfältiger essen kann.

Wir können dem Team der MEDIS nur unseren Dank aussprechen und die Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen.

Ronny, Edith und Ulrich Schöpflin 

 

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