Therapiekonzept – Dysphagie

Was kann man therapeutisch bei Dysphagie tun?

Die therapeutische Berufsgruppe, die am ehesten für die Behandlung von Menschen mit Schluckstörungen betraut sind, sind Logopäden. Unsere Logopädin Frau Anne Hühnlein ist 2x pro Woche ganztags vor Ort und nimmt sich viel Zeit für unsere Patienten. Großen Wert legen wir auf die gemeinsame Arbeit und das Einbeziehen aller an dem Pflegeprozess beteiligten Personen. Durch dieses hervorragende Netzwerk aus Therapeuten, Ärzten und Pflegekräften konnten wir gemeinsam bereits große Erfolge erzielen. 

Doch oft wählen auch Akademische Sprachtherapeuten, Klinische Linguisten o.ä. das Störungsbild der Dysphagie zum Schwerpunkt ihrer Arbeit. Gelegentlich sind auch einige Ergotherapeuten geschult in der Behandlung schluckgestörter Menschen. Sie sind mitunter die Fachleute für die Versorgung der Betroffenen mit Hilfsmitteln für die Nahrungsaufnahme und für die Schulung feinmotorischer Schwierigkeiten, die in der präoralen Schluckphase (Hinführung der Nahrung zum Mund).

Neben den oben genannten therapeutischen Fachdisziplinen sollten auch die Physiotherapeuten nicht vergessen werden. Da wir als Medis Intensivpflege den Schluckvorgang nie als isolierte Funktion betrachten, die sich allein auf Mund, Rachen, Hals und Speiseröhre beschränkt, haben wir immer den gesamten Menschen im Blick. So hat der Physiotherapeut als „Körpertherapeut“ eine wichtige Stellung im Therapeutenteam der interdisziplinären Dysphagiebehandlung.

Zielsetzungen der Medis Intensivpflege/ Zentrum für Dysphagiepatienten

Unser Ziel ist, dem Betroffenen eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, d.h. eine maximale Hilfestellung bezüglich seiner Schluckstörung anzubieten. Wir versuchen, mit sehr umfangreichen und kompetenten Möglichkeiten dieses Krankheitsbild zu beleuchten. Uns ist dabei eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen aus dem Themenbereich „Schlucken“ sehr wichtig.

Auch betonen wir die möglichst baldige Eigenständigkeit des Klienten oder seiner Angehörigen. Eine komplette Wiedererlangung der oralen Nahrungsaufnahme ist ein weiteres sehr wichtiges Ziel, dass leider nicht immer realisierbar ist. Auch bei sehr ausgeprägten Dysphagien versuchen wir eine Verbesserung der Lebensqualität durch maximale Wiedererlangung der oralen Nahrungsaufnahme oder durch Optimierung der gegebenen Situation (z.B. durch Anpassung der Nahrungskonsistenz, Wahl der geeigneten Hilfsmittel, Optimierung der Sitzposition bei der Nahrungsaufnahme etc.) zu erreichen. Dazu gehört auch eine Aufklärung und Anleitung des sozialen Umfeldes des Betroffenen. Hier gilt es, Akzeptanz und Verständnis für die Problematik zu wecken.

Beratung

Uns ist es ein ganz besonderes Anliegen, dass sowohl der Betroffene als auch seine Angehörigen die Zusammenhänge zwischen der Grunderkrankung und der Schluckstörung, sowie das individuelle Erscheinungsbild und die möglichen therapeutischen Maßnahmen durchschaut. Daher legen wir auf eine gute und ausführliche Beratung in einer ruhigen Umgebung besonders großen Wert. Mögliche Inhalte eines solchen Gespräches könnten sein:

  • alltägliche psychosoziale Konfliktsituationen, die rund um die Nahrungsaufnahme entstehen
  • praktische Veränderungen der alltäglichen Lebenssituation (z.B. Nahrungskonsistenzanpassung, Anpassung von Hilfsmitteln)
  • Probleme bzgl. Trachealkanülenmanagment und Trachealpflege (Absaugen/Inhalationen)

 

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